Facebook und Yahoo beenden Patentstreit

Nach gegenseitigen Patentklagen haben die Streithähne ihre jeweiligen Vorwürfe nun zurückgenommen und den Disput beigelegt. Zukünftig will man gegen den Rivalen Google zusammenarbeiten.

 

(09.07.2012, 14:50) Die beiden US-Internetriesen haben ihren Patentstreit nach Monaten beigelegt und wollen künftig sogar gemeinsame Sache machen. Beide haben ihre jeweiligen Klagen zurückgezogen und werden von nun an gemeinsam auf dem Gebiet der Online-Werbung arbeiten.

 

Inhalte und Werbung können durch die Kooperation viel weiter gestreut werden. Jene Patente, die ursprüngliche Stein des Anstoßes waren, dürfen nun beiderseitig genutzt werden. Auf diese Weise bleibt den Unternehmen ein langwieriger und teurer Rechtsstreit erspart, zugleich erhöhen sie ihre Schlagkraft am Markt.

 

Facebook hat mehr als 900 Millionen Nutzer, Yahoo immerhin um die 700 Millionen. Die Zusammenarbeit macht Suchmaschinen-Riese Google und dessen weitläufigen Anzeigengeschäft starke Konkurrenz.

 

"Ich bin zufrieden, dass wir das in einer positiven Art und Weise gelöst haben", wird die bei Facebook fürs Tagesgeschäft zuständige Managerin Sheryl Sandberg in einer Pressemeldung zitiert. Yahoo-Interimschef Ross Levinsohn erklärt: "Wir sind begeistert über die engere Partnerschaft mit Facebook."

 

Während Facebook nach dem erstaunlich schwachen Börsengang beweisen muss, dass es Geld bringen kann, hat Yahoo nun endlich einen Verbündeten gegen den bisher übermächtigen Rivalen Google.

 

Kurz vor dem Börsengang Facebooks im Februar wurden Vorwürfe seitens Yahoo laut, das soziale Netzwerk habe einige seiner Grundlegenden Ideen von Yahoo abgekupfert. Angeblich beruhe das gesamte Geschäftsmodell von Facebook auf von Yahoo patentierten Technologien. Bald darauf folgte eine Gegenklage mit ganz ähnlichen Vorwürfen von Facebook an Yahoo.

 

Bis zur Klage pflegten die beiden Unternehmen ein gutes Verhältnis. Ausschlaggebend für den Stimmungsumschwung war wohl Scott Thompson, der zu Jahresanfang den Chefposten bei Yahoo übernommen hatte. Er wollte mit der Klage Facebook kurz vor dem lang erwarteten Börsengang unter Druck setzen. Im Mai musste er seinen Hut nehmen, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, er hätte seinen Lebenslauf geschönt.

 

Eine Einigung hatte sich schon länger abgezeichnet, es wurden schon seit Wochen Vermittlungsgespräche geführt und man war um eine außergerichtliche Einigung bemüht.

 

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