Austrian Innovation Forum 2012: The Power of Co-Creation [Bericht]
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Austrian Innovation Forum 2012: The Power of Co-Creation [Bericht]

 
(C) Karoline Simonitsch
 

Am Institute of Science and Technology (IST Austria) fand am 11. Oktober wieder das Austrian Innovation Forum statt. Karoline Simonitsch berichtet von der Tagung.

 

(13.10.2012, 19:30) Das Austrian Innovation Forum 2012 stand im Zeichen von „The Power of Co-Creation“.  Diese wurde nicht nur in den Vorträgen aus unterschiedlicher Sicht aufbereitet, sondern auch sehr einprägsam visualisiert von www.graphic-recording.at (siehe Bild unten).

Die einleitende Keynote (Co-Everything?) des unterhaltsamen Sprechers Prof. Dr. Christian Blümelhuber brachte erheiternde und spannende Einsichten zum „3 x 3“ des Innovationsmanagements.

Blümelhubers Erkenntnisse und Fazit waren zwar nicht ganz neu, durch die Bildsprache und Wortwahl seines Vortrages jedoch sehr einprägsam: „The customer ist always a co producer of value im web x.o“.

Warum? Was tun wir (die Konsumenten) um ein besseres Service zu erhalten? Wir formulieren klare Erwartungen. Machen uns als Konsumenten attraktiv. Täuschen Sympathie vor bzw. versuchen teilweise sogar Mitleid zu erzeugen. Wozu das alles? Um eine Geschichte zu kreieren. Erkenntnis: Auch Kunden „spielen“ mit Unternehmen. Blümelhuber verglich die unterschiedlichen Verhaltensmuster mit denen eines Chamäleon bzw. den Pfauen. Seine überspitztes Fazit, das für die Marktforschung durchaus spannend ist: Der Kunde lügt immer!

In der nachfolgenden Podiumsdiskussionsrunde ist Frau Gabriele Gerhardter, Leitung Innovation beim ÖAMTC Wien durch Offenheit und klare Worte positiv aufgefallen. Das Thema „Mobilität“ in der Zukunft sollte beim ÖAMTC mit jungendlichen Zielgruppen in Form von Co-Creation neu angedacht werden. Doch leider erzielte der gewählte Ansprache-Ansatz kaum Wirkung. Ihr Fazit:  „Man lernt nur durch Rückschläge“. Meine persönliche Ergänzung: „Mitarbeit“ bzw. kreative Zusammenarbeit zwischen Kunden bzw. im Fall des ÖAMTC künftigen Mitgliedern und Unternehmen können nur auf Vertrauen und längerfristiger gegenseitiger Wertschätzung aufgebaut werden. Einmalige Aktionen bzw. Kampagnen-Ansätze funktionieren nicht (mehr).

Mit handfesteren Informationen und einer aus derzeitiger Sicht durchaus noch gewagten Aussage wurde  die Energiewende von Dr. Andreas Dangl, WEB Windenergie AG, Waidhofen beschrieben. Sein Fazit: „Förderung ist langfristig nicht mehr notwendig!“ „Die Regenerativ-Energie (Wind, Sonne, Wasser) gibt uns ab 2015 mehr zurück als wir an Förderung in sie investiert haben.“ Wie eine erfolgreiche Portfolio-Innovation und ein Prozess die Innovations-Kultur bei der T-Systems änderte wurde anhand des T-ePower (Elektro) Car Sharing von Alexander Decker, Leiter Innovation der T-Systems Austria gezeigt.

Eine spannende Präsentation von Helmut Leopold, dem Head of Department, AIT Austrian Institute of Technology Wien, die den breiten Bogen von kritischen Infrastrukturen bis zu Smart Homes spannte, bot die ideale Überleitung zur zweiten Keynote am Nachmittag: Design Thinking for Smart Cities von Dr. Kristian Kloeckl, MIT- Massachusetts Institute of Technology. Hier wurden anhand des Design Thinking-Living Lab LIVE Singapore! spannende Möglichkeiten der Datenvisualisierung und zugehörige praktische Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. 

Die nachfolgende Smart Future Podiumsdiskussion, die von Andreas Lampl dem Chefredakteur des FORMAT und trend moderiert wurde, zeigte, dass Open Government Data und die erstklassigen Ergebnisse und Möglichkeiten die von Seiten der Stadt  Wien diesbezüglich bereits geboten werden, nicht nur beim FORMAT und trend offenbar noch nicht angekommen sind. Daher nochmal für alle zum Nachlesen: http://data.wien.gv.at/

 

Den Abschluss eines durchaus spannenden Innovationstages boten fünf Live-Pitches von Gründern bzw. Jungunternehmen, die von einer Fachjury direkt vor Ort kommentiert wurden.

Mein persönliches Fazit zum Tag: es bedürfte mehr derartiger Veranstaltungen in Österreich. Denn gerade in Zeiten wie diesen ist Innovation besonders relevant und (überlebens)wichtig!

Sehr positiv ist mir auch die reibungslose Organisation und der kompetente und smarte Moderator Dr. Reinhold Rapp (Open House of Innovation) in Erinnerung geblieben.

Autorin: Dr. Karoline Simonitsch - www.ks3.biz

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Fotos: (C) Karoline Simonitsch
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