Wegen Preisabsprachen droht Toshiba eine Millionenstrafe

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Wegen Preisabsprachen droht Toshiba eine Millionenstrafe

 

Toshiba können illegale Preisabsprachen nun teuer zu stehen kommen: Bis zu 261 Millionen Dollar soll der Hersteller bezahlen, entschied ein Gericht in erster Instanz in San Francisco. Das Unternehmen soll die Preise von 1999 bis 2006 für LC-Displays künstlich hochgehalten haben.

 

(04.07.2012, 13:30) Allein durch Toshiba soll mit illegalen Preisabsprachen ein Schaden von 87 Millionen Dollar entstanden sein. Und diesen Schaden soll der japanische Hersteller nun ersetzen.

Bei Kartellvorwürfen in den USA kann ein Gericht zudem das  Dreifache der festgestellten Schadenssumme als Strafe verhängen, so dass das japanische Unternehmen bis zu 261 Millionen Dollar zahlen müsste. Dies ist das Ergebnis einer Verhandlung vor einem Bezirksgericht in San Francisco.

Geklagt wurde Toshiba von Kunden wie US-Hersteller von digitalen Werbetafeln und Notebooks, die von 1999 bis 2006 LC-Displays vom Hersteller gekauft hatten. Die Preise dafür sollen absichtlich durch Absprachen mit anderen Herstellern auf einem hohen Niveau gehalten worden sein.

Toshiba ist das einzige Unternehmen, das es bei dem Streit um Preisabsprachen auf einen öffentlichen Prozess ankommen ließ. Unternehmen wie Epson, Hannstar, Hitachi, Samsung, Sharp, Chi Mei Innolux und Chunghwa Picture Tubes zogen sich sofort zurück und einigten sich außergerichtlich mit den Klägern. Insgesamt zahlten sie diesen 528 Millionen Dollar. Toshiba möchte gegen das Urteil in Berufung gehen.

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