Ein Ende der Plastikkarten zeichnet sich ab – die Idee des Gutscheins am Smartphone breitet sich aus. Neue Apps ermöglichen das Einscannen von Barcodes zur Präsentation via Smartphone an der Kassa.
(Wien, 22.8.2010) A1 war einer der Vorreiter mit seiner Gutschein Box (Testbericht). Der Nachteil davon ist aber, dass die Zahl der teilnehmenden Unternehmen noch ziemlich begrenzt ist. Einen anderen Weg gehen zwei US-Unternehmen, nämlich Key Ring und CardStar.
Die Idee dahinter ist, dass die meisten Karten einen Barcode aufgedruckt haben, der bei der Kassa eingescannt wird. Die Apps ermöglichen nun das Einscannen der Karten samt Barcodes, speichern sie am Smartphone und ermöglichen eine einfache Verwaltung. An der Kassa, im Club oder wo immer man eine Vorteils- oder Mitgliedskarte hat, präsentiert man den richtigen Barcode und schon hat man das gleiche erreicht als hatte man die Plastikkarte selbst bei sich.
Da die Verbreitung der Smartphones rasant zunimmt, werden auch Handelsketten bald auf den Zug aufspringen und ihre herkömmlichen Kundenbindungsprogramme um Apps und die Nutzung von Social Media Marketing erweitern. Es ist nicht einzusehen, warum etwa ein Bonus von 25 Prozent für den nächsten Einkauf von Schinken und Wurst bei Spar oder Merkur nur auf der Rechnung ausgedruckt werden kann und nicht in eine Gutschein App übertragen werden kann. Die Apps sind für Android, BlackBerry und iPhone erhältlich. DEr Barcode Reader muss separat heruntergeladen werden.
Vor allem der männliche Teil der Bevölkerung wäre mit solchen Anwendungen eher zu gewinnen, ist doch die Geldbörse, wenn sie im Sakko nicht allzusehr auftragen soll, wenig für die Aufnahme von Plastikkarten und zig Rechnungen mit Gutscheinen geignet.
Hier ein Video von Key Ring, das zeigt, wie es geht:
Heike Scholz, 22.08.2010
Warum in die Ferne schweifen...
...das Gute liegt manchmal doch so nah. Zum Beispiel mit Cards on Mobile http://www.cardsonmobile.com von Wirelesspark aus der Schweiz. :-)