Twitter plant Branded-Fanseiten anzubieten und möchte damit Facebook ähnlicher und deutlich vernetzter werden. Die neuen Unternehmensseiten ermöglichen es Marken, sich besser zu positionieren und die Profile individuell zu gestalten.
(09.12.2011, 10:00) Zum Jahresende scheint es, als würden die sozialen Netzwerke noch einmal kräftig aufrüsten. Google hat Youtube vor etwa einer Woche generalüberholt und ein völlig neues Design eingeführt, Facebook versuchte mit dem "Abonnieren-Button" das Twitter-Prinzip des Folgens zu kopieren und nun plant auch Twitter dem Konkurrenten Facebook deutlich ähnlicher zu werden.
Twitter möchte demnach sein größtes Manko loswerden und endlich übersichtlicher und weniger chaotisch werden. Dafür wird eine neue Version eingeführt, bei der es ein neues Design für Unternehmensseiten geben wird. Bisher unterschied sich der Twitter-Account von Unternehmen kaum von privaten Profilen. Nun erhalten Marken aber, wie bei Facebook oder Google+, die Möglichkeit, ihr Profil individuell zu gestalten. Der oberste Tweet kann dabei verändert werden und als Blickfang eingesetzt werden, um so die wichtigsten Inhalte zu bewerben. Wenn dieser Tweet mit einem Link oder Bild versehen ist, wird das jeweilige Video oder Foto auch automatisch für alle Besucher sichtbar.
Das neue verbesserte Unternehmensprofil steht derzeit exklusiv 21 Unternehmenspartnern zur Verfügung, darunter finden sich renommierte Marken wie etwa CocaCola, Disney oder Subway. In den kommenden Monaten werden die Brand Pages aber auch für andere Marken und Unternehmen zugänglich.
Ein weiteres Zeichen für die immer stärkere Ähnlichkeit der Netzwerke ist das von Twitter bereits im August eingeführte "Activity-Feature", welches Facebooks Newsfeed sehr stark gleicht. Auch hier werden Nutzer darüber informiert, wem andere Nutzer folgen, welche Tweets sie präferieren und was sie retweeten.
Twitter sieht ganz allgemein auch weitaus aufgeräumter aus als zuvor. Der Balken in den Profilen erinnert stark an Facebook und Google+, auch Bilder werden sofort geladen, ohne die Seite verlassen zu müssen und Interaktionen werden direkt untereinander angezeigt – ein deutlicher Hint zu Facebooks Kommentaren.
Es scheint also, dass die beiden beliebten sozialen Netzwerke durch das gegenseitige Kopieren vor allem eines schaffen: Einander immer stärker zu ähneln. Ob dies eine clevere Marketingstrategie ist, oder aber eine stärkere Differenzierung vorteilhafter wäre, kann diskutiert werden.
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