(5.11.2010, 8:15) Twitter bietet eine höchst effektive Kommunikations- und Informationsmethode, die in Österreich krass unterbewertet wird, vor allem auch in akademischen Kreisen. Kürzlich habe ich mit zwei Studenten darüber diskutiert, die zunächst völlig desinteressiert waren. Nach kurzer Suche stellten wir aber fest, dass ihnen Twitter aus ihrem Fachgebiet enorm viele wertvolle Informationen liefern könnte.
Eine Studie an der Lock Haven University zeigte ziemlich eindrucksvoll, dass sich die Verwendung von Twitter sehr positiv auswirkt. Bei einem Seminar nutzte eine Gruppe von 70 Studenten Twitter in einem Seminar, eine Kontrollgruppe von 55 Studenten arbeitet zwar mit den gleichen Informationen aber ohne Twitter.
Die Ergebnisse wurden jeweils zu Beginn und zum Ende des Seminars gemessen. Bei der Twitter-Gruppe konnte eine Verdoppelung des Engagements festgestellt werden und eine Verbesserung des GPA (Grade Point Average) um 0,5 Puntke. (GPA ist ein System in den USA, mit dem die Performance von Studenten gemessen wird – die Skala geht von 1 bis 4.) Das wäre doch auch etwas für Österreichs Universitäten – kostet fast nichts und bringt viel.
Dr. Reynol Junco, der für die Untersuchung verantwortlich zeichnet, untersucht seit 10 Jahren den Einfluss von Technologie auf den Studienerfolg. Er sieht im Resultat der Studie einen Ansporn Social Media verstärkt zum Lernen einzusetzen. Die Studie wird nächste Woche im Journal of Computer Assisted Learning publiziert.
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