(06. 04. 2012; 20:00) HTC gelang, mit der Einführung des HTC Desire, vor über zwei Jahren ein sehr guter Start am Smartphone-Markt. Der Hersteller konnte bei den nachfolgenden Geräten zwar nicht mehr an seinen Erfolg anschließen, aber dennoch punktete HTC bei Kunden vor allem durch Qualität und günstige Preise. Das One S, das Mittelklasse-Modell, welches aber auch ohne Probleme als Flaggschiff der neuen HTC-Serie durchgehen könnte, wurde von uns in der Redaktion ausgiebig getestet. Mit der neuen One-Serie gelingt HTC nun vor allem auch eine weitere Anforderung an Smartphones abzudecken: Design.
Erster Eindruck
Nimmt man das HTC One S erstmals aus seiner Verpackung ist man im ersten Moment erstaunt darüber, dass es nicht wirklich 
Harte Fakten
Die Abmessungen des HTC One S betragen 130,9 x 65 x 7,8 Millimeter. Nicht zu unrecht spricht HTC vom dünnsten Smartphone, das man je gebaut hat, dennoch unterbietet das Motorola RAZR das HTC-Gerät mit 7,1 Millimetern. Bei dem „Mittelklasse-Gerät“ setzt HTC noch auf einen Dual-Core-Prozessor, statt wie bei dem HTC One X auf einen Quad-Core-Prozessor. Doch der 1,5 GHz-Dual-Core Snapdragon S4 von Qualcomm verrichtet im Inneren des Smartphones extrem gute Arbeit und Benchmark-Tests zeigen, dass er in einigen Bereichen sogar schneller ist, als der Quad-Core Tegra 3 des One X. Bei grafiklastigen Anwendungen zeigt dann aber der Quad-Core-Prozessor wieder bessere Leistung. Dennoch sei dazu gesagt, dass den meisten in der Praxis kein relevanter Unterschied in der Leistung auffallen wird. Der Speicher beträgt insgesamt 16 GB, wobei hier 2 GB für den internen Speicher aufgewendet werden, also für am Smartphone gespeicherte Apps. Weitere 10 GB stehen dem Nutzer sozusagen als Telefonspeicher zur Verfügung, der mit Videos, Musik und dergleichen beladen werden kann. Dazu darf man nicht den 25 GB großen Speicher bei Dropbox vergessen.
Für das HTC One S braucht man eine microSim-Karte, die auf der Rückseite am oberen Teil des Gerätes eingeschoben wird.
Akku
Wie bereits erwähnt setzt HTC wie auch schon Apple auf einen fest verbauten Akku. Somit ist dieser für den Nutzer nicht mehr einfach zugänglich. Doch auch für den Fall dass ein Gerät nicht mehr auf Tastenbefehle reagiert, scheint HTC mitgedacht zu haben, denn auf der Oberseite des Gerätes befindet sich neben dem Ein- Ausschaltknopf eine stecknadelgroße Öffnung mit dem ein Reset durchgeführt werden kann. Im Gerät ist ein 1650 mAh starker Akku verbaut. Bei den anderen Smartphones der One-Serie kommt hingegen ein Akku mit 1800 mAh zum Einsatz und das wäre auch nicht schlecht gewesen, dennoch hält der Akku auch bei intensiver Nutzung über zehn Stunden. Bei gemäßigter Nutzung, also keine Hintergrunddienste, Telefonie, SMS und auch zeitweises Surfen im Netz kommt man locker bis zu 30 Stunden mit dem Akku aus.
Display und Gehäuse
Das HTC One S ist das einzige der drei One-Geräte das einen AMOLED Display hat. Das 4,3 Zoll große qHD-Touch-Display schafft eine Auflösung von über
540 x 960 Pixel wodurch es am Display zu einer Pixeldichte von 256 ppi kommt. Trotz der Tatsache, dass es hier im Vergleich deutlich hinter den Marktführern liegt, iPhone 4S schafft es auf eine Pixeldichte von 330 ppi und das Samsung Galaxy Nexus 316 ppi, überzeugt die Bildqualität. Es wirkt gestochen scharf und die Schrift wirkt klar und gar nicht scharfkantig. Auch die Farbqualität kann überzeugen, denn die Farben wirken, im Gegensatz zu anderen Smartphones mit AMOLED-Displays, nicht überzeichnet. Rund um das Display gibt es kaum mehr einen Rahmen und es wirkt beinahe als wäre die Frontscheibe in das Gerät eingelassen.
Das Unibody-Gehäuse besteht aus Aluminium und ist in Schwarz und Grau erhältlich. Zum Test hatten wir das Vergnügen das Graue One S in der Redaktion zu haben. Das Besondere an diesem Gehäuse ist, dass es nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch durch ein spezielles Verfahren um einiges härter sein soll und dadurch auch um einiges robuster. Die Farbe wird nicht auf das Gerät aufgetragen, sondern, vergleichbar mit Galvanisierung, mit dem Metall verschmolzen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass es gut aussieht, sondern ein Abblättern des Lacks wird dadurch verhindert. Bei den schwarzen Geräten ist die Behandlung des Gehäuses noch etwas spezieller, denn dabei wird es mit hoher Energie beschossen, wodurch es einen matten Schwarzton erhält. Auch hier kommt es zu einer Verhärtung des Materials.