(03.03.2011, 14:51) Am Anfang des Kaufentscheidungsprozesses steht die Suchmaschine bzw. sie spielen eine bedeutende Rolle, damit der Konsument einen ersten Überblick bekommt. Bewertungsportale, soziale Plattformen und Blogs werden anschließend herangezogen, um sich dabei in der Kaufentscheidung zu bestätigen. In einer aktuellen von GroupM und comScore durchgeführten Studie wurden die Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen der Verbraucher untersucht.
Die Ergebnisse
Rund 86 Prozent der Befragten halten Suchmaschinen während des Kaufprozesses für wichtiger als Social Media oder Firmenwebseiten. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Konsumenten kombiniert dafür Suchmaschinen mit Social Media, bevor eine Kaufentscheidung gefällt wird. Lediglich ein Prozent sieht sich vor dem Kauf ausschließlich im Sozialen Web um. Social Media als alleine Entscheidungsquelle kommt für die Verbraucher somit nicht in Frage.

Als erste Anlaufstelle nennen 58 Prozent der Studienteilnehmer Suchmaschinen wie Google und Bing und nur 24 Prozent informieren sich zuerst auf der Unternehmenswebseite. Lediglich 18 Prozent beginnen ihre Suche mit Social Media.
Von jenen Personen, die im ersten Schritt Suchmaschinen nutzten, gaben 40 Prozent Social Media als nächste Quelle an. Umgekehrt sagten 46 Prozent von denjenigen, die mit Social Media anfingen, anschließend mit Suchmaschinen zu suchen. Als Gründe dafür seien Gewohnheit, einfache Nutzung und ein breites Informationsspektrum. Zusätzlich werden während des Kaufprozesses bei der Suchmaschinen-Suche Preise verglichen und Orte, an denen die Produkte gekauft werden können.
· 45 Prozent der Nutzer verwenden Suchmaschinen während des gesamten Kaufprozesses
· Lediglich 18 Prozent nutzen Suchmaschinen am Ende der Kaufentscheidung
· 30 Prozent nutzen Social Media für die Zusammenstellung einer Shopping-List
· Für 28 Prozent trägt Social Media als starker Einflussfaktor für die Wahrnehmung von Marken und Produkte angegeben
Zu den relevantesten Social Media Quellen zählen Blogs (30 Prozent) und Bewertungsportale. Weniger bedeutendere Einflussquellen sind Facebook (17 Prozent), der Mikroblog Twitter (9 Prozent) und YouTube (14 Prozent).
Abhängig von der Kaufentscheidungs-Phase werden unterschiedliche Quellen herangezogen: Zwei Wochen vor dem endgültigen Kauf sind sich Kunden noch unschlüssig und vergleichen Konkurrenzfirmen. Entscheidend ist die Phase sieben Tage vor dem Kauf. In dieser Zeit werden Suchmaschinen in den Hintergrund gerückt und Kunden treten in Kontakt mit den Unternehmen.

Anhand der Studienergebnisse kann man sagen, dass künftig eine Kombination beider Quellen in den Kaufentscheidungsprozess miteinbezogen wird. Dies ist bei Suchmaschinen wie Google und Microsofts Bing durch eine forcierte Integration von Social Media Ergebnisse merkbar. Großen Einfluss haben auch zunehmend Empfehlungen von Freunden und Kontakten aus dem Social Media Bereich der Nutzer.
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