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Sommertemperaturen schaden Server

 
Fotocredit: SXC, arne larsen
 

Es gibt eine starke Nachfrage nach Klimatisierungslösungen, denn gewöhnliche Klimaanlagen sind für Serverräume ungeeignet.

(Berlin, 15.07.2010) Die aktuelle Hitzewelle kann die Unternehmens-IT gefährden. In den vergangenen Wochen ist die Nachfrage nach Klimatisierungslösungen für Rechenzentren stark gestiegen. Das ergab eine Umfrage des Bitkom unter seinen Mitgliedern. Bei vielen IT-Anwendern sind Serverräume nicht auf hohe Außentemperaturen ausgelegt. Insbesondere historisch gewachsene Lösungen ohne umfassendes Kühlkonzept stoßen im Hochsommer schnell an ihre Grenzen. 'Zur Verbesserung der IT-Kühlung sollte ein spezielles Präzisions-Klimagerät eingesetzt werden, eine Klimaanlage aus dem Baumarkt ist für die IT-Kühlung ungeeignet', warnt Holger Skurk, Experte für IT-Infrastruktur beim Bitkom.

Spezielle Klimaanlagen
Normale 'Komfort-Klimaanlagen' für den Hausgebrauch schaffen ein Raumklima, das vor allem für Personen angenehm und daher eher trocken ist. IT-Systeme benötigen hingegen einen höheren Luftdurchsatz und eine genau regulierte Luftfeuchtigkeit. Sehr trockene Luft kann im Rechenzentrum zu statischen Aufladungen und damit zu Fehlfunktionen in den Rechnern führen, zu feuchte Luft kann Kurzschlüsse verursachen. "Für eine energieeffiziente und zuverlässige IT muss die Kühlluft zudem optimal zu den zu kühlenden Servern gebracht werden, etwa durch eine Steuerung des Luftstroms mit Blenden und Durchlassöffnungen", sagt Skurk. Fällt die IT wegen Hitze aus, kann dies schnell die Existenz eines Unternehmens gefährden - vor allem, wenn dessen Kernprozesse auf IT beruhen.

Veränderte Klimabedingungen
"Mittelfristig sollten sich Unternehmen überlegen, die IT-Kühlung dauerhaft an die veränderten Klimabedingungen anzupassen", sagt Skurk. Extreme Hitzewellen werden voraussichtlich zunehmen. So legen viele Rechenzentrumsplaner die Klimatisierung inzwischen für eine Außentemperatur von 40 Grad Celsius aus statt der bisher üblichen 32 Grad. Beispielsweise vergrößern sie den Kühler zur Wärmeabfuhr um rund 12 Prozent. Die Anlagen benötigen bei 40 Grad rund ein Fünftel mehr an elektrischer Energie als bei 30 Grad Celsius. Derzeit werden mindestens 20 Prozent des Energieverbrauchs eines Rechenzentrums für die Kühlung ausgegeben. Bei einigen Anlagen erreicht der Wert bis zu 60 Prozent.

Tipps
Tipps für den Bau und Betrieb von Serverräumen und Rechenzentren gibt es im Bitkom-Leitfaden 'Betriebssichere Rechenzentren'.

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Reaktionen auf diesen Artikel



Wiener, 16.07.2010
Router die das aushalten
und auch Mobilfunk können, gibt es bei imesys.at - natürlich auch andere interessante Sachen.

 
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