Amerikanischen Forschern ist es gelungen, einen Roboter zu entwickeln der nicht nur mit Autisten spielen soll, sondern auch ihren Gemütszustand erkennt.
(Wien, 19.02.2009) Es wird nun endlich möglich sein, Kindern mit Autismus, einen Spielgefährten zur Seite zu stellen, der nicht nur auf ihre Wünsche eingeht, sondern auch erkennt wie es ihnen geht.
Spielend helfen
Mit Hilfe der Messung von Herzfrequenz und Muskelkontraktionen hat man in jahrelangen Untersuchungen versucht, die dazugehörigen Emotionen und Gemütszustände zu erforschen. Bei einem Experiment mit sechs autistischen Teenagern im Alter von dreizehn bis sechzehn Jahren, die das Computerspiel "Pong" sowie eine Art Basketball gespielt haben, wurde das Brett und der Korb von einem Roboterarm bewegt. Mit Hilfe physiologischer Messungen konnte der emotionale Zustand der Kinder mit etwa achtzig Prozent Genauigkeit vorhergesagt werden. "Bisherige Forschungsbemühungen haben gezeigt, dass die Kinder sich zu Robotern hingezogen fühlen, weshalb geeignet entwickelte Roboter eine wichtige Rolle in ihrer Behandlung spielen könnten", erklärt Nilanjan Sarkar, Maschinenbauer an der Vanderbilt University.
Aufgrund dieser Informationen kann der computergesteuerte Roboter den Korb beim Basketballspiel im richtigen Winkel halten, damit jedes Kind in den Korb trifft. Laut Psychologen, wären diese Teenager, die Erfolge erleben, in ihrem Alltag viel glücklicher und aufgeweckter. Auch ist der andauernde Wechsel von Therapeuten für Kinder nicht besonders dienlich, womit sie mit dieser Lösung nur noch einen "Therapeuten" hätten. "Wenn wir wissen, wann ein Kind aufgeregt oder ängstlich wird, können wir ihm helfen, seinen Gefühlszustand zu identifizieren und Strategien für den Umgang damit zu entwickeln", erklärt eine Pädiatrieexpertin
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