Proxykrieg gegen The Pirate Bay nun mit Klagen gegen österreichische Site

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Proxykrieg gegen The Pirate Bay nun mit Klagen gegen österreichische Site

 
 

Die Versuche der Contentverwerter The Pirate Bay auszuschalten entwickelt sich zum regelrechten Proxy Krieg. Die holländische Anti-Piraterie-Gruppe BREIN und das belgische Gegenstück überziehen die Besitzer der Proxys mit Klagen.

 

(9.4.2012, 09:30) Vorigen Oktober hatte ein Berufungsgericht in Antwerpen zwei belgische Internet Service Provider angewiesen 11 Domains zu blockieren, die zu The Pirate Bay gehörten. Die Anti-Piraterie Bewegung hatte auf den grundsätzlichen Entscheid mit Genugtuung reagiert. Denn damit war der Zensur des Internet Tür und Tor geöffnet.

Aber die Freude währte nur kurz, denn das Pirate Bay Team registrierte umgehend neue Domains, die nicht durch den Entscheid abgedeckt waren. Eine dieser Domains, depiraatbaai.be, wurde sehr rasch zu einer der meistbesuchten Websites in Belgien.

Aber dabei blieb es nicht, denn viele Pirate Bay User richteten auch eigene Proxy Sites ein.

Diese Seiten waren natürlich ein neuerliches Angriffsziel der lokalen Anti-Piraterie Vereinigung BAF, die vorige Woche auch gegen die kürzlich eingerichtete thepiratebay.at vorging, die in Österreich bei nic.at registriert ist.

Die BAF klagt dabei die Eigentümer der Sites und folgt damit dem Vorgehen der holländischen BREIN. Diese von Hollywood finanzierte Organisation hat bereits einige Proxys in Holland ausschalten können, wo ein ähnliches Gerichtsurteil ISPs zwingt den Zugang zu Pirate Bay Proxys zu sperren.

Die Klage durch die BAF richtet sich auf Empfehlung der BREIN gegen den Domaininhaber der in Österreich registrierten Seite. Allerdings bisher offensichtlich erfolglos, denn thepiratebay.at ist nach wie vor normal erreichbar.

Auch in Holland gewinnt die Auseinandersetzung an Schärfe. Die Piratenpartei informierte BREIN, dass man nicht daran denke, die von der Partei betriebene Proxy Seite zu schließen. Vor allem gegen die Praxis mit ex-parte-Entscheidungen vorzugehen, opponiert die Partei. Sie haben angekündigt das Problem einer parlamentarischen Diskussion zuführen zu wollen.

Aber die Partei ist auch bereit die Sache bei Gericht durchzufechten um dem ex parte Vorgehen bei Gericht ein Ende zu bereiten.

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