(19.5.2011, 09:00) Im kostenlosen Test einer fast fertigen Version kann man jetzt schon ausloten, ob es Sinn macht, Office-Programme aus dem Internet zu beziehen und seine Arbeit in der Microsoft-Cloud zu speichern. Office 365 gibt es ab 5,25 Euro und ab einem Benutzer. Beim Vorgänger BPOS musste man für mindestens fünf User zahlen, zu viel für Ein-Personen-Firmen, die gerade erst starten, zu viel für den Power User zu Hause.
Im Einsteiger-Paket für etwas mehr als fünf Euro pro Monat gibt es E-Mail, Kalender und Kontakte, den Baukasten für eine einfache Web-Site, die Office Web-Apps (abgespeckte Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote). Am anderen Ende der Palette gibt es für rund 20 Euro ein Vollpaket mit Full-Service: Alle Programme von Office Professional Plus werden aus dem Internet auf den PC geladen und automatisch aktualisiert. Eine Hotline hilft Tag und Nacht bei kniffligen Problemen. Das Kommunikationstool Lync und Instant Messaging stehen zur Verfügung. Sharepoint macht Zusammenarbeit auch übers eigene Unternehmen hinaus möglich und sorgt für eine geordnete Ablage von Daten in der Cloud wie im eigenen Netz.
Wenn man Mails, Kontakte, Kalender und Daten in Microsofts Cloud-Speicher ablegt, sind sie über die Web-Apps aus allen gebräuchlichen Browsern zu verwenden. Man kann also von zu Hause aus an Dingen weiterarbeiten, die man im
Büro begonnen hat. Man kann im Urlaub per Internet-Café seine Mails checken.
Mails, Kalender und Kontakte sind auch über Smartphones mit Exchange-Client erreichbar. Bei Windows Phones 7 ist auch die Datenablage im Zugriff. Bei Windows Phone 7 und bei iPhone und iPad ist auch die Datenablage im Zugriff. Android Tablets werden derzeit nicht unterstützt.
Martina Grom vom IT-Dienstleister atwork in Wien kennt Office 365 schon länger. Ihr Urteil: "Mit Office 365 bietet Microsoft eine Arbeitsplattform vom Einzelunternehmer bis zum Großbetrieb, die in vielen Fällen völlig ausreicht, Datensicherheit bietet und Kosten spart.“
Vor dem Umstieg sollten Unternehmen die eine oder andere Supportstunde nehmen. Office 365 kann viel, am Anfang ist der Umgang mit neuen Begriffen und neuen Menüs ungewohnt. Gezielte Einweisung statt mühevollem „Versuche-und-Irre“ ist da sicher der bessere Weg.
Office 365 verfügt im Hintergrund über eine mächtige Anwendungssprache. Mit ihrer Hilfe hat etwa die Wiener IT-Schmiede „hatahet productivity solutions“ einen Betrachter für in der Office-Cloud gespeicherte Fotos entwickelt, mit dem Look-and-Feel des „Bilder“-Ordners aus Windows 7. Im Entstehen ist gerade eine weitere App, mit der mit einem Mausklick ein komplettes Backup aller in der Office-365-Cloud gelagerten Daten gezogen werden kann.
Office 365 gibt es derzeit kostenlos zum Kennenlernen. Einfach den Namen im Browser eingeben und den Download starten.
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