Naiver Umgang mit Privatsphäre

Naiver Umgang mit Privatsphäre

 

Eine Studie anlässlich des morgigen EU-weiten Safer Internet Day 2010 zeigt wie naiv Jugendliche mit ihrer Privatsphäre im Internet umgehen. Gefordert wird eine dementsprechende Verankerung im Lehrplan.

(Wien, 8.2.2010) Eine Studie im Auftrag von Saferinternet.at gemeinsam mit dem Institut für Jugendkulturforschung bringt das geringe Gefahrenbewusstsein von Jugendlichen gegenüber ihren persönlichen Daten im World Wide Web zum Vorschein. Obwohl Facebook und Co zum täglichen Leben der Teens dazugehören, wird den Sicherheitseinstellungen nur wenig Beachtung geschenkt.

 

Wissenslücken

Zwar ist den Jugendlichen der Schutz ihrer Privatsphäre wichtig, allerdings ist das eigene Wissen über die Sicherheitsvorkehrungen nur spärlich vorhanden. Lediglich 14 Prozent der Befragten im Alter zwischen elf und 19 Jahren gaben an, sich mit den Privatsphäre-Einstellungen auf der von ihnen genutzten Internet-Plattform auszukennen. Rund 35 Prozent haben ein Profil angelegt, das für alle übrigen Community-Mitglieder völlig frei einsehbar ist. "Die Jugend ist sehr naiv, was den Umgang mit der Privatsphäre im Internet betrifft. Oft ist ihnen nicht bewusst, wie offen all ihre Einträge oder Fotos bei Facebook und Co zugänglich sind", so der Jugendschutzexperte. Eine bessere Aufklärung wäre nötig, damit die User in der Lage sind, die eigene Privatsphäre wirksamer zu schützen. "Jugendliche können oft schwer einschätzen, welche Inhalte ihnen später einmal zum Verhängnis werden können. Genau hier setzt Saferinternet an, indem wir gezielt daran arbeiten, das Bewusstsein zu schärfen, welche Informationen im Netz nichts verloren haben", betont Jungwirth.

 

Lehrplanverankerung

Um das Bewusstsein der jungen User besser zu schärfen, wird auch eine Verankerung in den Lehrplänen erdacht, denn auch die Eltern und Lehrer sind in dieser Hinsicht gefordert. "Wir fordern, dass diese Thematik endlich in den Lehrplänen Einzug hält", so Jungwirth. Die Studie zeigt zudem dass das mangelnde Gefahrenbewusstsein auch zu unangenehmen Erfahrungen führen kann. 34 Prozent der Befragten gaben an, dass Freunde in Communitys bereits einmal beschimpft wurden. Rund 23 Prozent wurden bereits "blöd angemacht" oder haben erlebt, dass Unwahrheiten über sie im Netz verbreitet wurden. Jeder Fünfte gab zudem an, dass zumindest einmal eigene Fotos im Web gepostet wurden, deren Veröffentlichung als unangenehm empfunden wurde. Bereits zwölf Prozent haben Nacktfotos geschickt bekommen.

 

Zur Bewusstseinsschärfung wurden von Saferinternet.at gemeinsam mit Microsoft Österreich und erfahrenen Lehrenden in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt und der Datenschutzkommission  Unterrichtsmaterialien im Rahmen eines Saferinternet-Schulpakets herausgegeben. Das Paket steht allen Interessierten hier zur Verfügung.

( )
Tweet this

Reaktionen auf diesen Artikel

Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.

 
Naiver Umgang mit PrivatsphäreNaiver Umgang mit PrivatsphäreNaiver Umgang mit Privatsphäre
Meinung  •  Personalia  •  Immobilien  •  Jobbörse  •  Termine  •  Anzeigen  •   Newsletter-Admin  •  Site Map  •  Impressum  •  Telekom-Presse-TV
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre
News
Dossier
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Partner
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Naiver Umgang mit Privatsphäre
Rating
Suche
Naiver Umgang mit Privatsphäre Naiver Umgang mit Privatsphäre
Google Suche
Weitere Artikel
Newsletter
Naiver Umgang mit Privatsphäre Naiver Umgang mit Privatsphäre

Suchbegriffe: Naiver Umgang mit Privatsphäre