(7.5.2012, 20:30) In finnischen Zeitungen erschienen Ende voriger Woche unvollständige Zitate von Nokias CEO gegenüber Aktionären, die die nicht befriedigenden Verkaufszahlen Skype zuschrieben, bzw Microsofts Kauf von Skype. Die Zitate hatte der Ex-Nokia Mitarbeiter und erklärte Elop-Hasser Tomi Ahonen übersetzt und in ein langes Anti-Elop, Anti-Microsoft und Anti-Skype Elaborat verwandelt.
Dieses wurde von vielen Medien, so auch von uns, aufgegriffen. Stasys Bielinis von Unwired View wollte die Geschichte aber nicht so recht glauben und ließ sich von Nokia ein Protokoll der Aktionärsversammlung übermitteln.
Und tatsächlich sagte Stephen Elop genau das Gegenteil von dem was in den Medien kursiert. Er bestätigte, dass die Mobilfunker tatsächlich Skype nicht mögen, da es ihnen Umsätze bei Sprache und SMS wegnimmt.
Aber, so Elop weiter, wenn Mobilfunker Skype auf den Lumias nicht wünschen, wird es auch nicht vorinstalliert. Das könne zwar umgangen werden, aber das ist natürlich bei Android und iOS genau gleich.
Nokia könne aber auf Grund seiner Partnerschaft mit Microsoft kreative Lösungen anbieten, die zum Vorteil des Netzbetreibers sind. Wie etwa die Installation von Skype nur mit einem teureren Datenplan zu ermöglichen. Daher könne man den Mobilfunkern dank der Kontrolle über Skype bessere Bedingungen und mehr Umsatz ermöglichen, als ohne diese Kontrolle.
Nokia kann also dank des Kaufes von Skype durch Microsoft den Netzbetreibern durchaus lukrative Deals anbieten. Entweder wird Skype für Windows Phone gänzlich ausgeschaltet und kann auch nicht installiert werden, oder man bietet die Möglichkeit der Verrechnung direkt über das Bezahlsystem des Mobilfunkers.
Jedenfalls ist die Behauptung, dass Nokia durch Skype Nachteile erwachsen, nicht haltbar. Offenbar ist das Gegenteil der Fall.