Kinder lernen viel rascher mit Apps:Forscher über die Langzeiteffekte aber uneinig
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Kinder lernen viel rascher mit Apps:Forscher über die Langzeiteffekte aber uneinig

 
 

Studien zeigen klar, dass sich die Schnelligkeit des Lernerfolgs bei der Nutzung von Apps bei Kindern erhöht. Forscher sind sich aber nicht einig, ob die Nutzung positive oder negative Langzeiteffekte auf die Aufmerksamkeit hat.

 

(22.05.2012, 12:15) Tablets im Allgemeinen und das iPad im Besonderen gehören schon längst zu den beliebtesten Geräten zur Übermittlung von Informationen. Neue Studien beschäftigen sich nun mit den Langzeiteffekten, die die Nutzung mobiler Geräte wie Smartphones oder Tablets auf die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen haben kann. Dabei wurde vor allem ein Fokus auf die Nutzung von Apps und deren Auswirkung auf die Lernfähigkeit und Aufmerksamkeit von Kindern gelegt.

Die Ergebnisse zeigten, dass mit pädagogischen Apps, die mit einem iPod touch von Kindern genutzt werden, 5-Jährige Vokabeln um 27 Prozent schneller aufnehmen als dies ansonsten der Fall ist. Bei den Dreijährigen, deren Hirnsynapsen in diesem Alter gerade endgültig ausgebildet sind, führte die Nutzung von Apps  zu einem um 17 Prozent schnelleren Lernerfolg.

Forscher sind sich aber noch immer nicht über die Langzeitauswirkungen der Nutzung von Apps über mobile Geräte auf die Lernfähigkeit von Kindern einig. Zahlreiche Experten befürchten, dass die Nutzung von solchen Geräten in einem Alter, in dem sich die Synapsen gerade ausbilden, zu Aufmerksamkeitsverlusten führen kann.

Auch dem Fernsehen hat man dies lange Zeit zuvor nachgesagt. Dennoch aber, so sind sich wiederum andere Forscher einig, ist die Nutzung mobiler Geräte weit interaktiver und fördert die Kids mehr als bloßes Fernsehen. Die Aufmerksamkeit der Kinder ist somit stark auf die Aufgabe gerichtet, die sie gerade vornehmen, weshalb die Nutzung von Apps durchaus positive Auswirkungen auf die Lernfähigkeit und Aufmerksamkeit haben könnte.

Studien zeigen, dass 29 Prozent der 2 bis 4 Jährigen und 52 Prozent der 5 bis 8 jährigen Kinder bereits ein Touchscreen-Gerät, sei es ein Smartphone oder ein Tablet, in den Händen gehalten und genutzt haben. Viele Eltern können dabei auch ganz ohne Studien leicht erkennen, dass Kinder das Vokabular von Anwendungen und Spielen, die sie nutzen, sehr rasch übernehmen.

Welche Langzeiteffekte sich durch die Nutzung mobiler Geräte im frühen Alter aber auf die Aufmerksamkeit und die Entwicklung des Gehirns ergeben können, ist noch immer nicht endgültig geklärt. Dennoch sieht man immer mehr Eltern, die gern mal ein Tablet oder ein Smartphone als "Schnuller" einsetzen und sie den Kids in die Hände drücken, um sie zu beschäftigen.

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