Der Chip-Konzern Infineon reicht einen Mahnbescheid gegen Ulrich Schumacher ein.
(Neubiberberg, 1.2.2010) Einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ zufolge hat der Halbleiterkonzern Infineon einen Mahnbescheid gegen seinen früheren Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schumacher eingereicht.
Bessere Verhandlungsposition durch Mahnbescheid
In der Auseinandersetzung zwischen den Parteien geht es um Auszahlungen, die den Vertrag des Ex-Chefs betreffen. Demnach habe der Konzern nach Schumachers Abtritt im Jahr 2004 den Vertrag nur zur Hälfte, nämlich 2,6 Millionen Euro, ausbezahlt. Vor dem Hintergrund eines Korruptionsskandals hatte der Vorstand Ansprüche auf mögliche Schadensersatzzahlungen angemeldet. Mit dem Mahnbescheid soll verhindert werden, dass diese Ansprüche verjähren. Im Oktober 2009 hatte der Chipkonzern und Siemens-Spin-Off den Korruptionsprozess gegen Schumacher eingestellt – ohne Schuldspruch. Nun fordert der Ex-Vorstandschef die Auszahlung der zweiten Vertragshälfte.
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