(7.11.2011, 12:50) In Deutschland haben die Datenschützer Facebook schon seit einiger Zeit ins Visier genommen. Und sie decken dabei immer wieder Unwahrheiten in den Aussagen von Facebook auf. So kürzlich der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, der nachweisen konnte, dass Facebook auch solchen Usern durchs Netz folgt, die kein Konto haben.
Der Landesdatenschutzbeauftragte glaubt dem Marktführer nachweisen zu können, dass er falsche Angaben über den Einsatz seiner Cookies mache. Das habe eine technische Überprüfung durch seine Behörde ergeben. Wenn jemand die Website von Facebook ansurft, speichert sein Rechner ein Cookie mit dem Namen datr, berichtet Caspar. Wird dieses Cookie nicht gelöscht, kann Facebook es dann zwei Jahre lang nutzen, um mehr Informationen über den Nutzer zu sammeln. Denn die ID des Cookies wird immer dann an Facebook übertragen, wenn eine Seite besucht wird, auf der etwwa der Like-Button eingebunden ist. Ob der Nutzer währenddessen bei Facebook eingeloggt ist, spielt keine Rolle.
Die Analyseergebnisse laut Zeit Online im Wortlaut:
Im Bericht heißt es weiter: "Dass durch das Setzen der Cookies tatsächlich nur die Erhebung solcher personenbezogener Daten eines Nutzers ermöglicht wird, die für die Nutzung des Dienstes erforderlich sind, erscheint sehr zweifelhaft. Das Ergebnis der Prüfung erweckt den Verdacht, dass Facebook Tracking-Profile der Nutzer erstellt."
Facebook versicherte bisher stets, die insgesamt vier verschiedenen Cookies würden vor allem für mehr Nutzer-Komfort, Personalisierung, Sicherheit und Jugendschutz eingesetzt. Laut Caspar zeigte sich bei der Überprüfung aber, „dass die Angaben von Facebook über den Zweck dieser Cookies im Wesentlichen nicht zutreffen“.