Facebook und Mozilla vereinheitlichen das mobile Web
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Facebook und Mozilla vereinheitlichen das mobile Web

 
 

Facebook und Mozilla gründen gemeinsam die W3C Mobile Web Platform Core Community Group und wollen damit einheitliche Standards für mobile Browser festlegen, damit Apps browser- und plattformübergreifend laufen können.

 

(28.02.2012, 10:00) Auf dem Mobile World Congress (MWC), der gerade in Barcelona stattfindet, sprach Facebook über das Ziel, das mobile Web zu vereinheitlichen und damit weit besser zu machen. Um dies zu erreichen wurde nun die W3C Gruppe gegründet, der sich Internetgrößen wie Mozilla, Microsoft sowie mehr als 30 Gerätehersteller, Netzbeteiber und Browserentwickler angeschlossen haben. Interessant: Google und Apple konnten nicht zur Teilnahme an der Community Group überzeugt werden. Der Grund liegt darin, dass die Unternehmen nicht an einer Vereinheitlichung des mobilen Webs interessiert sind. Wenn Standards festgelegt werden, so gehören die Browser, die von Apple und Google angeboten werden sicherlich zu den besseren, die einige der Standards festlegen würden. Allerdings sind die Browser noch lange nicht so ausgereift, dass einer davon die Basis einer mobilen Plattform bieten könnte. Ein anderer wichtiger Grund, warum diese Konzerne nicht an der W3C-Gruppe teilnehmen besteht darin, dass viel Geld mit geschlossenen App Stores gemacht und den Verkauf von Apps, die in den spezifischen Plattformen funktionieren, gemacht wird.  

 

Die Hauptaufgabe der Gruppe soll das Schaffen von Regeln und Richtlinien sein, um Standards bei mobilen Browsern festzulegen. Vor allem Entwickler sollen hier ihr Know How weitergeben, um die Standards so festzumachen, dass Apps möglichst einfach entwickelt werden können und unabhängig vom Gerät oder Browser funktionieren. Damit sollen offene Web-Apps zum Einsatz kommen, die nicht auf einzelne Betriebssysteme und Browser beschränkt sind.

 

Facebook hat diesbezüglich bereits eine Initiative namens Ringmark ins Leben gerufen, bei der es sich um eine Testumgebung für Entwickler handelt. Hier werden Standards vorgegeben, die zeigen, welche Browser die für Apps notwendigen Funktionen bereitstellen. Für das soziale Netzwerk ist das mobile Web von enormer Bedeutung, da zahlreiche Nutzer nicht über native Apps, sondern unterwegs, mittels dem mobilen Browser auf die Seite zugreifen.

 

Eine weitere Verbesserung betrifft die Bezahlung mobiler Apps. Hier arbeitet Facebook mit verschiedenen Netzbetreibern wie der Deutschen Telekom, Telefonica und Vodafone zusammen, um die Bezahlung möglichst einfach über die Telefonrechnung abwickeln zu können.

 

Darüber hinaus werkelt Facebook auch an der Integration von Facebook in verschiedene Apps. Seit Oktober 2011 können App-Entwickler, die sich auf Apples iOS konzentrieren, Facebook in diese Anwendungen integrieren. Auch für Android-Apps soll diese Möglichkeit bald zur Verfügung stehen.

 

Das mobile Web soll also bald nicht mehr so fragmentiert sein, wie dies derzeit der Fall ist und daoll damit für Nutzer wichtige Vorteile bringen. Man kann gespannt sein, wie Apple und Google dem entgegenstehen wollen und welche Konsequenzen diese Ablehnung einer Vereinheitlichung haben wird.

 

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