(15.03.2012; 13:30) Microsoft wird am Ende dieses Jahres eine neue Version von Windows veröffentlichten. Bei Windows 8 handelt es sich um eine radikale Abkehr von früheren Software-Versionen des Betriebssystems. Das OS wurde entwickelt um die Elemente der beiden Geräte PC und Tablet miteinander zu verbinden.
In den Augen von Microsoft handelt es sich um gute Arbeit, die die Erfahrungen aus beiden Geräten gut kombiniert. Ein früherer Angestellter des Unternehmens sieht dies hingegen anders. Mike Bibik, der ehemalige Microsoft Programm Manager, der jetzt bei Amazon als Senior User-Experience-Designer arbeitet, hat eine Webseite gestartet auf der hervorgehoben wird, was alles falsch an Windows 8 ist. Er beschreibt nicht nur die Fehler des Betriebssystems, sondern auch, wie diese behoben werden können.
Laut Bibik ist Windows 8 weniger optimal für eine Maus und Tastatur-Verwendung geeignet. Die Touchscreen Erfahrung sieht er hingegen als hervorragend an. Er verweist aber darauf, dass die Behauptung falsch ist, dass die Oberfläche genauso schnell und flüssig auf einem traditionellen PC ohne Touchscreen funktioniert. Bibik bezieht sich auf die Metro Oberfläche, die auf Touch-Technologie basiert und auf Anwendungen spezialisiert ist. Windows 8 bietet aber auch die vertraute Windows-Destop-Oberfläche mit der Datei- und Ordner-Navigation, die seit Jahrzehnten das Herzstück des Betriebssystems sind.
Weitere Kritikpunkte von Bibik sind, dass Windows 8 über kein Tutorial verfügt. Beim ersten Starten von Windows 8 wird man direkt zur Start-Oberfläche befördert. Die Anwendungen werden in der Metro dargestellt, müssen zur Aktivierung, aber mit Rechts-Klick angeklickt werden. Diese Verwendungsart sei zu in der Nutzung zu umständlich. Einige der Anwendungen, wie der Store benötigen einen Microsoft Account um einwandfrei zu funktionieren, entweder Hotmail oder Live. Neue User müssen dafür einen komplizierten Registrierungsprozess hinter sich bringen.
Metro-Apps verfügen über keine Fenster Kontrolle. Es gibt keine Möglichkeit eine Anwendung zu minimieren oder zu maximieren. Entweder werden sie auf dem ganzen Bildschirm dargestellt oder sie laufen im Hintergrund. Laut Bibik handelt es sich dabei um eine Abkehr von der traditionellen Windows-Oberfläche. Daher erwartet er sich, dass ungefähr 75% der neuen User die Nutzung aufgeben werden. Es wird sich zeigen, wie die User auf diese neuen Betriebssystem wirklich reagieren werden.