(15.3.2012, 19:04) Die Rechteverwerter aus der Musik- und Filmindustrie haben originelle Berechnungsmethoden entwickelt, was die Piraterie an Jobs und entgangenen Umsätzen kostet. Rob Reid nimmt sich in einem TED-Talk vor einigen Tagen diese kreative Mathematik vor.
So hat die MPAA (Motion Picture Association of America) vorgerechnet, dass die US-Wirtschaft 58 Milliarden Dollar durch Piraterie verliere. Reiht man Pennys aneinender, reicht die Reihe immerhin bis zum Mars. Die Summe entspricht auch der jährlichen US Agrarproduktion. Immerhin!
Tatsächlich ist seit Napster der Umsatz der Musik Industrie um 8 Milliarden Dollar gefallen. Die Einnahmen aus allen anderen Zweigen wie Film, Theater, TV (Kabel und Satellit) sind aber jeweils um zig Milliarden angestiegen. Wo wurden also die restlichen 50 Milliarden Dollar verloren. Wahrscheinlich bei den Ringtones der Handys.
Es gingen auch laut Content Industrie 373.000 Jobs verloren. 1998 waren laut offiziellen Arbeitmarktdaten in der Film- und Videoindustrie 270.000 Beschäftigte, in der Musikindustrie 45.000. Durch die Jobverluste gibt es also bereits eine negative Beschäftigtenzahl.

Was der Verlust durch das Kopieren eines Songs an Schaden anrichtet, hat die Copyright Industrie exakt errechnet: 150.000,00 Dollar. Diese Summe wird üblicherweise bei Gericht eingeklagt. Als das Gesetz beschlossen wurde, konnte ein Musikplayer gerade 10 Songs speichern - im Wert also von 1,5 Millionen Dollar. Heute ist alles viel schlimmer, denn auf einen iPad Classic passen 40.000 Songs, oder 8 Milliarden Dollar - oder 75.000 gestohlene Jobs.
Und hier das Video - ein richtiger Hör- und Sehgenuss und noch dazu ganz legal:
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Suchbegriffe: Die Copyright Mathematik der ACTA und SOPA Fans [Video]