Donau-Universität Krems, „fe|male“.

Buben fördern, Mädchen fordern

 

Die Donau-Universität Krems liefert erste Ergebnisse des Projekts „fe|male“.

(Krems, 06.07.2010) In dem Forschungsprojekt „fe|male“ der Donau-Universität Krems wurden die vergangenen zwei Jahre innovative Web 2.0-Projekte gemeinsam mit Schülern in Österreich und Deutschland umgesetzt. Im Fokus ist die Vermittlung von Medienkompetenz unter der Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse von Buben und Mädchen gestanden. Letztere zeigen sich laut den ersten Ergebnissen neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen. Der Endbericht wird im September präsentiert.

Web 2.0 im Unterricht
Der Startschuss erfolgte 2008 in vier Partnerschulen, den Bundesrealgymnasien Krems, Purkersdorf und Rahlgasse sowie der Marie Curie Oberschule in Berlin. Lehrer und Schüler erhoben zunächst bereits gewonnene Erfahrungen mit neuen Medien im Unterricht. Darauf aufbauend wurden konkrete fächer- und länderübergreifende Projekte wie die Chemie-Olympiade, das Transferprojekt Menschenrechte oder das Filmprojekt Großstadtwahrnehmung erarbeitet und 2009 umgesetzt. „fe|male“, das im Rahmen der Initiative „Sparkling Science“ des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung läuft, setzt Web 2.0-Technologien im Unterricht in den Mittelpunkt. Das Ziel ist, moderne Unterrichtsmethoden unter dem Gender-Aspekt zu entwickeln und insbesondere Mädchen für technische Anwendungen zu begeistern. „Mädchen zeigten sich bei den Projekten besonders aktiv, selbstständig und interessiert“, berichtet Projektleiterin Sabine Zauchner von der Donau-Universität Krems. Buben anzusprechen wäre hingegen schwieriger gewesen, was Zauchner unter anderem auf die fehlenden Rollenbilder zurückführt. Nach wie vor sind deutlich weniger Lehrer als Lehrerinnen in Schulen tätig.

Lernkonzepte mitgestalten
Das „fe|male“-Projekt zeichnete sich dadurch aus, dass Mädchen und Buben von Anfang an aktiv mit eingebunden waren und so neue Unterrichtsmodelle mitgestalten konnten. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zudem von den Akteuren weitergegeben, wodurch neben der Medien- auch die Kommunikations-, Kooperations- und Sozialkompetenz gefördert wird. Die Schüler des Realgymnasiums Purkersdorf stellten etwa vor kurzem das Best Practice-Projekt Chemie-Olympiade den Studierenden des Lehrgangs E-Education an der Donau-Universität Krems vor und konnten sich somit kurzzeitig in die Rolle der Lehrenden begeben. Derzeit erfolgt die Auswertung des zweijährigen Forschungsprojekts, dessen Ergebnisse und Projekte am 20. September bei der Tagung „Web 2.0 in der Schule: Buben fördern, Mädchen fordern!“ im Gymnasium in Purkersdorf präsentiert werden.

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