Durch das Browser-Auswahlfenster, zu dem sich Microsoft gegenüber der EU-Kommission verpflichtete, kann Opera einen Download-Anstieg verzeichnen.
(Oslo, 19.3.2010) Microsoft hatte sich nach einer Beschwerde von Opera und in Anbetracht eines hohen Bußgeldes mit der EU-Kommission darauf geeinigt, ein Auswahlfenster in seinem Betriebssystem einzuführen, über das Alternativen zum hauseigenen Internet Explorer ausgewählt werden können (siehe Beitrag vom 16.12.2009). Die Downloadzahlen von Opera verzeichnen einen Höhenflug.
Verdoppelung
Seit der Einführung des Auswahl-Bildschirmes mit Anfang März wird bereits mehr als die Hälfte der Opera-Downloads direkt über das Auswahlfenster getätigt. Opera veröffentlicht zudem die prozentuellen Downloadzahlen für die einzelnen Länder. Im Zeitraum von 12. bis 14. März stiegen die Downloads in Österreich durch die Einführung der Browser-Auswahl um 46 Prozent. Der höchste Anstieg konnte mit 77 Prozent in Polen verzeichnet werden. Europaweit stiegen die Downloads um 53 Prozent an.
Beschwichtigend muss allerdings angeführt werden, dass mit der Einführung des Auswahlfensters auch die neue Opera-Version 10.50 veröffentlicht wurde und der Beobachtungszeitraum der Länderstatistiken mit drei Tagen äußerst kurz ist. Neue Versionen führen allgemein zu einem Anstieg der Downloadzahlen, inwiefern sich die Browser-Auswahl also tatsächlich auf die alternativen Browser-Anbieter auswirkt, wird sich in Zukunft zeigen.
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