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Baidus Schachzug vor Gericht

 
Fotocredit: Baidu
 

Die chinesische Suchmaschine Baidu zerrt Register.com aufgrund eines zugelassenen Cyber-Angriffs vor Gericht. Der Vorwurf lautet "grobe Vernachlässigung seiner Pflichten".

(Peking, 20.1.2010) Der größte chinesische Suchanbieter Baidu erhebt eine Anklage gegen Register.com. Der US-Registrierdienst habe „grob seine Pflichten vernachlässigt‘“, so die Klageschrift.

 

Außer Gefecht nach Armee-Angriff

Die Folge der vernachlässigten Pflichten war eine „ungesetzliche und bösartige Abänderung“ der Baidu-Website durch die „Iranian Cyber Army“. Somit war die englische Version der chinesischen Suchmaschinenseite am 12. Januar vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Die User wurden auf die Seite der iranischen Cyber-Armee umgeleitet, die nach eigenen Angaben zuvor bereits Twitter auf ähnliche Weise attackiert hatten.

 

Marktführer

Mit einem Anteil 63 Prozent im Suchdienstsektor ist Baidu Marktführer auf dem chinesischen Markt. Google folgt mit 14 Prozent, Microsofts Bing steht mit sechs Prozent hinter Alibaba (acht Prozent) und Tencent (sieben Prozent).

 

Strategem?

Gerade zum derzeitigen Zeitpunkt scheint die Klage im Zusammenhang mit Googles Weigerung, die chinesischen User zu zensieren, zu stehen. Google hatte angekündigt, mit dem Launch der zwei neuen Android-Handys auf dem chinesischen Markt zu warten. Die chinesische Regierung konterte mit einem Verweis, Unternehmen hätten sich den entsprechenden heimischen Gesetzesregelungen zu unterziehen.

 

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